SONNTAGSMATINEE 2017

in der Schlossmühle Ballenstedt

Wir veranstalten in der Schlossmühle mehrmals im Jahr Konzerte, Theater oder Kleinkunst. Unsere Werkstatt öffnet sich für verschiedene Künste, die uns und den Besuchern den Blick nach aussen öffnen. Die idyllische Lage im Schlosspark verleiht der Musik einen besonderen Rahmen. Wir sehen uns nicht als Veranstalter, sondern verbinden unser Leben, die Natur und Kultur miteinander.

In dieser Einheit entsteht ein kommunikative und emotionale Offenheit, die neue Begegnungen in entspannter Atmosphäre ermöglicht. Nach dem Konzert haben sie die Gelegenheit, die Künstler kennenzulernen, sich mit anderen Besuchern auszutauschen und die Veranstaltung in der herrlichen Natur des Schlossparks ausklingen zu lassen. Ein nachhaltiger Eindruck wird bleiben.

Wir nehmen keinen Eintritt, nach dem Konzert lassen wir den Hut herumgehen. Dieser finanzielle Beitrag zeigt die Achtung vor unserer und der Arbeit der auftretenden Künstler und sollte nicht weniger als ein Kinobesuch oder ein Abendessen beim Italiener sein.

Tradition und Innovation

04. Juni 2017 – 11 Uhr

Duos für Violine und Violoncello von Zoltan Kodaly und Erwin Schulhoff

Wilken Ranck, Violine; Frankfurt
Jan Hendrik Rübel, Violoncello; Hannover

Künstlerinfos

Duo Ranck-Rübel

Wilken Ranck, Konzertmeister des Staatsorchesters Darmstadt und Jan Hendrik Rübel, stellvertretender Solocellist der NDR-Radiophilharmonie in Hannover sind beide gebürtige Hamburger und Freunde seit ihrer Schulzeit. Da sie mittlerweile in verschiedenen Orchestern spielen, wollen sie nun als Duo wieder gemeinsam musizieren.

Die Duo-Literatur für Violine und Violoncello bietet vor allem in der klassischen Moderne eine reichhaltige Auswahl. Meisterwerke wie die Duos von Zoltan Kodaly oder Maurice Ravel waren für andere Komponisten wie Erwin Schulhof Vorbild und Modell.

Zoltan Kodaly sammelte zusammen mit seinem Freund Bela Bartok die Volkslieder und die instrumentale Volksmusik seiner Heimat Ungarn. Sie hat sein Komponieren stark beeinflusst, sodass auch im Duo für Violine und Cello immer wieder folkloristische Elemente zu hören sind.

In Erwin Schulhofs Duo ist es vor allem der zweite Satz „Alla Zingareska“, der den Tonfall der ungarschen Volksmusik aufnimmt. Die Eigenständigkeit der beiden Stimmen, wie in einem Zwiegespräch, prägt die anderen Sätze.

Anders Reinhold Gliere, der in seinen kurzen Charakterstücken eine romantische Tradition wiederaufleben lässt. Die harmonische Verschmelzung ist hier das Klangideal.

Das Programm bietet einen kurzweiligen Einstieg in die Welt der Kammermusik für Violine und Cello

 

The Divan of Moses Ibn Ezra

18. Juni 2017 – 11 Uhr

Liederzyklus des jüdischen Komponisten M. Castelnuovo-Tedesco

Natascha Dwulecki, Sopran; Hannover
Negin Habibi, Gitarre; Hannover

Künstlerinfos

Der sephardische Philosoph und Dichter Moses Ibn Ezra (1055-1135) lebte und wirkte im Andalusien des „goldenen Zeitalters“, das ein jähes Ende fand, als 1090 das maurische Adelsgeschlecht der Almoraviden an die Macht kam und die jüdische Bevölkerung vertrieben wurde. Ibn Ezra lebte fortan nglücklich im Exil und verfasste den „Divan“ – einen Zyklus mit über 80 Gedichten, die von Flucht, Leiden, der Vergänglichkeit aller Dinge, aber auch von der Geborgenheit in Gott handeln.
Achthundert Jahre später vertonte der italienisch- jüdische Komponist Mario Castelnuovo-Tedesco (1895-1968) 19 dieser Gedichte für Sopran und Gitarre.
Verfolgt von den italienischen Faschisten, musste er selbst die leidvolle Erfahrung der Flucht aus der geliebten Heimat machen und schuf 1966 dieses Meisterwerk, das durch wunderschöne Melodik, Lautmalerei und harmonische wie formale Komplexität glänzt.

Amore e Dolore

16. Juli 2017 – 11 Uhr

Mediterrane Liebeslieder aus Renaissance und Frühbarock

Doris Kulossa-Delfino, Gesang, Viola da Gamba, Flauto dolce, Vihuela; Bochum
Riccardo Delfino, Gesang, Arpa tripla, Tamburello; Bochum

Künstlerinfos

Amore e Dolore

Mediterrane Liebeslieder aus Renaissance und Frühbarock

Liebesfreuden und Liebesleid – ein „Schlagerprogramm“ der anderen Art aus früheren Zeiten wird lustvoll und lebensnah von den beiden versierten Musikern auf historischen Instrumenten präsentiert. Mit Werken von Claudio Monteverdi, Tarquino Merula, Marcetto Cara, Luis de Milan, Lucas Ruiz de Ribayaz, Thoinot Arbeau u.a., sowie traditionellen Liedern aus Italien, Frankreich und Spanien.

Doris Kulossa-Delfino          Gesang, Viola da gamba, Blockflöten, Renaissancegitarre (vihuela)

Riccardo Delfino                   Gesang, Renaissanceharfe (arpa doppia), Rahmentrommel

Doris Kulossa-Delfino, geb. in Wunstorf bei Hannover. Nach ihrer Blockflöten- und Gitarrenausbildung in der Jugend studiert sie Musikwissenschaften in Bonn, macht einen Abstecher in die Welt der Tischlerei und Möbelrestauration und beginnt 1993 ihre Ausbildung zur Holzblasinstrumentenmacherin.

Seit Mai 2005 ist sie selbstständige Blockflötenbauerin mit eigener Werkstatt in Bochum.

 

Riccardo Delfino, geb. in Krefeld. Nach seiner Klavier-und Celloausbildung beschäftigt er sich intensiv mit europäischer Folklore und dem entsprechenden Instrumentarium. In seiner Jugend bereist er als Straßenmusikant ganz Europa und erforscht die mittelalterlichen Wurzeln der traditionellen Musik. 1990 absolviert er die Musikhochschule in Göteborg mit dem „University Certificate in Music“ für Alte Musik. Er spezialisiert sich auf Drehleier, Dudelsack und historische Harfen und gilt seit 30 Jahren als international anerkannter Spezialist für historische Aufführungspraxis. Seit 1982 spielt er in verschiedenen internationalen Ensembles für Alte Musik wie „Oni Wytars“ (D), „Convivium Musicum“ (S), „Le Concert Spirituel“(F) „Unicorn“, „Accentus“ (A) und „Vox Werdensis“ (D). Theatermusiker in Schweden, internationale Kurs- und Konzerttätigkeit, über 80 CD-Aufnahmen, zahlreiche Fernseh- und Rundfunkproduktionen. Seit 2013 ist er Gastdozent für Musik des Mittelalters an der Folkwang Universität der Künste in Essen.

 

Mein Paganini

13. August 2017 – 11 Uhr

Es ist schon alles gesagt, nur nicht von allen

Florian Mayer, Violine; Dresden

Künstlerinfos

Florian Mayer hat in Dresden bis zum Meisterstudium Violine studiert. Nach Abschluss begab er sich neben der Klassik auf die abenteuerlichen Pfade der improvisierenden Folk-, Jazz- und Weltmusik. Als Geiger beim „Blauen Einhorn“ ebenso wie mit seinem Soloprogramm „Mein Paganini“, im Duo mit Harfe oder Klavier, einer eigenen Dresdner Veranstaltungsreihe „Mayer trifft“, zahllosen Schauspiel- und Tanzproduktionen als auch als Studiomusiker brilliert er in vollendeter Virtuosität, mit herzzerreißenden und gleichzeitig augenzwinkernden Melodien und diabolischen Improvisationen, ergänzt mit seiner legendären Mundperkussion.

„umwerfender Dresdner violinistischer Alleskönner… traumselige halsbrecherische Improvisationen aus dem Geiger-Innenkosmos…“ Lausitzer Rundschau, 19.03.2012
www.flomay.de

HeavyClassik

24. September 2017 – 11 Uhr

konzertante Musik, die rockt

Jochen Roß, Mandoline; Hamburg
Malte Vief, Gitarre; Leipzig

Künstlerinfos

HeavyClassik
konzertante Musik, die rockt

Jochen Roß (Mandoline) und Malte Vief (Gitarre) treffen sich zu einem Crossover-Dialog. Beide Musiker sind klassisch ausgebildet, fühlten sich aber immer schon zur Rockmusik hingezogen. Beide Genres vereinen sich in Eigenkompositionen und innovativen Arrangements – eine aufregende musikalische Symbiose, die durch Verschmelzung verschiedener Elemente und Strukturen konzertanter Musik mit der Intensität und Klangaspekten von Rockmusik entsteht.

 

Sonntags-Matinee Archiv

Diese Künstler sind schon bei uns aufgetreten

Ulrike Walther

Musiker der NDR Radiophilharmonie

Esther Middendorf

Franziska Hennig

Katharina Koch

Jarko Riihimäki

Mario Pinkowski

Trio Basso

Rainer Scheurenbrand

Rupesh

Sophia Nidra

Conny Herrmann

Torsten Michel

Daniel Brockhaus

Kristoffer Nowak

Alexander Goretzki

Barbara Thalheim

Jean Pacalet

Annika Krump

Sabine Bleier

Prof. Jutta Rübenacker

Michael Brockhaus

Eckhard Müller

Thomas Klees

Wolfram Brandl

Gregor Schwellenbach

Martin Helm

Theodora Baka

Sibylle Brunner

Dennis Junge

Jürgen Denkewitz

Waldemar Rösler

Ulrich Kramer

Om Pakash Pankaj

Anette Siebert

Thomas Siebert

Stefan Goreiski

Josef Schwarz

Peter Frank

Lauro Pohl

Vladimir Gorup

Kari Laila Hennig-Selven

Thomas Hennig

Di Grine Kuzine

Kristine Busse

Verena Spies

Gerd Harald Knauf

Morten Klein

Frank Fiedler

Elena Schrader

Tatjana Waßmann

Christoph Gutsche

Stefanie Unger

Angelika Wirth

Alba Gentili – Tadeschi

Ensemble Noisten

Berit FrommeDörfler

Toni Geiling

Dave Alley

Anne Wulf

Konstanze Kuss

Negin Habibi

Ariane Liebau

Akiko Sakai

Ehsan Ebrahimi

Oliver Uden

Achim Langenkaemper

Wassili Wohlgemuth

Nadeshda Wohlgemuth

Daniel Wohlgemuth

Reto Weiche

Florian Mayer

Falk Zenker

Jacques Neureuther

Christian Haase

Thomas Scheytt

Johannes Berger

Johannes Keller

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